FOND
OF
Hawe M?llmann

FOND OF Tomorrow - Thema: Demokratie

Schon Mal über Morgen nachgedacht?
Mit dieser Frage besch?ftigt sich der Film „Tomorrow“. Die Dokumentation zeigt m?gliche L?sungen auf, um dem globalen ?kologischen Kollaps entgegenzuwirken.
Im dritten Teil unserer Veranstaltungsreihe FOND OF Tomorrow geht es um Demokratie.?Der Film pr?sentiert neue L?sungsans?tze unter anderem zum Thema Politik. Ausgehend von der Basis, dem einzelnen Menschen, durch eine selbstbestimmte Demokratie von Bürgern für Bürger. Als?Gastredner ist Hawe M?llmann vor Ort, der sich als Pressesprecher der „Bürgerinitiative Helios“ engagiert. Die Initiative setzt sich für die Mitgestaltungsm?glichkeit für Bürger beim Bebauungsplan des Helios-Gel?ndes in K?ln-Ehrenfeld?ein.

Hawe M?llmann

Als Pressesprecher der „Bürgerinitiative Helios“ engagierte sich Hawe M?llmann für die Mitgestaltungsm?glichkeit für Bürger beim Bebauungsplan des Helios-Gel?ndes in K?ln-Ehrenfeld. Die Initiative setzte sich dafür ein, dass auf dem Gel?nde keine Shopping-Mall gebaut wurde, sondern eine Struktur entsteht, die Bildung und den Erhalt der Ehrenfelder Subkultur f?rdert.

Für alle, die nicht dabei sein konnten, fassen wir hier die Top 5 L?sungen für eine lebendige Demokratie der Zukunft, pr?sentiert im Film „Tomorrow“, zusammen:

1) Neu diskutieren und entscheiden lernen

Demokratie beginnt im Kleinen – zwischen Menschen und?in Organisationen. Auch dort müssen Bedürfnisse artikulieren, Handlungen koordiniert und Entscheidungen getroffen werden. Neue Formen der Kommunikation oder Experimente im Bereich Hierarchie k?nnen zur F?rderung des gegenseitigen Verst?ndnisses ausprobiert werden.

Ein Beispiel hierfür sind Organisationen, die nach dem Modell der Soziokratie oder der Holacracy aufgebaut sind. Sie organisierten sich in „Zirkeln“ oder „Kreisen“, die sich autonom abstimmen. Hierarchie rückt in den Hintergrund. „Teamleiter“ oder „Anführer“ werden nur auf Zeit und nach Bedarf „von unten“ gew?hlt.

2) Online-Petitionen

Es muss nicht gleich die Beteiligung in einer Bürgerinitiative sein. Online-Petitionen sind eine einfache M?glichkeit, sich politisch Geh?r zu verschaffen. Als normaler Bürger kann man sich einfach und schnell gegen ein Einkaufszentrum oder eine Schnellstra?e einsetzen, für bessere Kitas und mehr Betreuung.

Plattformen wie Campact oder openPetition vereinfachen den Start von Kampagnen und das Akquirieren von Unterstützern. Auch die Plattform?abgeordnetenwatch.de?ist ein wichtiger Kanal, um an Politiker heranzutreten, sie zu befragen und mit eigenen Anliegen zu konfrontieren.

3)?Bürgerinitativen

In Bürgerbeteiligung k?nnen sich “normale” Bürger in politische Entscheidungen einbringen. Oft beginnt Bürgerbeteiligung als Protest. Die Beispiele sind ungez?hlt: Das?G?ngeviertel?in Hamburg, die?Bürgerinitaitive Helios?in K?ln,?oder die Bürgerinitiative zum Erhalt der?grünen Lunge am Günthersburgpark?in Frankfurt

Doch Bürgerbeteiligung kann auch von der Stadt oder von Investoren selbst initiiert werden. St?dte wie Heidelberg und Darmstadt haben jeweils eine Liste aller st?dtischen Vorhaben ins Netz gestellt – und beteiligen die Bürger je nach Wichtigkeit des Projekts.?In?manchen?St?dten dürfen Bürger zudem bei Bürgerhaushalten mit entscheiden – so zum Beispiel in?K?ln.

4) Wandel gemeinsam koordinieren

Um Wandel zu f?rdern braucht es h?ufig Unterstützer-Netzwerke.?Eine prominente Rolle im Film spielen die?Transition Town Initiativen. In Deutschland gibt es sie in?Freiburg,?Bielefeld?und in?Witzenhausen?– in anderen St?dten unter Namen wie?Bonn im Wandel?oder?Leipzig im Wandel. Auch ?hnlich gelagerte Gruppen die?Agora K?ln?vernetzen vor Ort aktive Menschen und versuchen, auf die Politik Einfluss zu nehmen.

Schon l?nger aktiv sind in vielen St?dten die lokalen Agenda-Gruppen, die nach dem UN-Gipfel in Rio de Janeiro in den Neunzigern entstanden sind. Und natürlich gibt es, auch in kleineren St?dten, zahllose Bürgervereine und Bewegungen, die sich vor Ort einsetzen.

5) Lokale Gemeinschaften gründen

Zuletzt kann man auch eigene “politische Gebilde” gründen. Kollektive Betriebe oder?alternative Wohnprojekte?sind so ein Experiment – hier bestimmen alle zusammen.?Das funktioniert auch für Infrastruktur. Bei der?Nordbahntrasse in Wuppertal?haben Bürger zwei Millionen Euro Eigenmittel für 23 Kilometer Radweg organisiert.

Oft gelten gerade in den Wohnprojekten eigene Regeln. Das?Schloss Tempelhof,??kodorf Sieben Linden?oder das?ZEGG, zum Beispiel, funktioniert intern nach eigenen, selbst bestimmten Regeln. Es gibt sogar autonome Staaten, die zum Beispiel im Film?Empire Me?dokumentiert werden.